Herzog Albrecht von Bayern war ein Sohn des Kronprinzen Rupprecht (1869 – 1955). In erster Ehe war er mit Marita Gräfin von Draskovich verheiratet, mit der er vier Kinder hatte. Nach deren Tod vermählte er sich mit Marie Jenke Gräfin Keglevich. Herzog Albrecht folgte dem Kronprinzen als Chef des Hauses Wittelsbach nach, der seitdem den Namen „Herzog von Bayern“ führt.
Herzog Albrecht studierte in München Forstwissenschaften, wurde aber unter den Nationalsozialisten nicht zum Abschluss zugelassen. Aufgrund seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem NS-Regime, die er mit dem Vater teilte, wurde er 1938 als
„wehrunwürdig“ eingestuft. Nun begann für ihn das Leben im Exil, vor allem in Ungarn, wo er 1944 mit seiner Familie verhaftet wurde. Es folgten neun Monate Haft in verschiedenen Konzentrationslagern.
Nach 1945 führte Herzog Albrecht ein zurückgezogenes Leben. Als Naturliebhaber und passionierter Wildbiologe forschte er auf diesen Gebieten und veröffentlichte mehrere Bücher. Für seine Leistungen erhielt er 1964 die Ehrendoktorwürde der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Ein besonderes Anliegen war ihm der Hilfsverein Nymphenburg, den er und seine erste Frau Herzogin Marita ins Leben gerufen hatten. Der Hilfsverein ist bis heute vor allem in Mittel- und Osteuropa sowie in Afrika karitativ tätig.