17. Mai 2018

Festakt zum 150. Todestag von König Ludwig I. von Bayern in St. Bonifaz

Der Konvent der Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs lädt am

 

Montag, den 4. Juni 2018 um 18 Uhr

anlässlich des 150. Todestages von König Ludwig I. von Bayern zu einem Festakt in die Basilika von St. Bonifaz, Karlstr. 34 in München, ein.

Hans-Michael Körner wird den Festvortrag halten mit dem Titel „König Ludwig I. von Bayern: Dimensionen seiner Politik – ein großer König?“

König Ludwig I. von Bayern (25.8.1786 – 29.2.1868) hat die Benediktinerabtei von St. Bonifaz und Andechs im Jahr 1850 gegründet. Er bestimmte sie als seine und die Grablege seiner protestantischen Ehefrau Königin Therese (+1854).

Ludwig I. wurde 1825 „König von Bayern, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog von Franken und in Schwaben“. Mit diesem Titel nahm er Bezug auf alle im Königreich Bayern vereinigten Landesteile.

Er wurde am 25.8.1786 in Strassburg als Spross der Pfalz-Zweibrückener Linie der Wittelsbacher geboren und erlebte Flucht und Heimatlosigkeit bis 1799 als sein Vater, Maximilian I. Joseph zuerst als Kurfürst und ab 1806 als erster bayerischer König in München sein Erbe antrat. 1810 heiratete er Therese Prinzessin von Sachsen-Hildburghausen. Aus dieser Ehe entstammten neun Kinder. Er dankte 1848 ab und verstarb am 29.2.1868 in Nizza.

Über König Ludwig I. Lebensleistung urteilt der Historiker Heinz Gollwitzer 1986 so: “Es scheint, dass das Politische und das Mäzenatische zu etwa gleichen Teilen des Königs ungewöhnliche Energie in Anspruch nahmen.“

Er war an der bayerischen Verfassung von 1818 beteiligt und ebenso ein Verfechter des monarchischen Prinzips. Er führte keine Kriege und sicherte Bayerns Stellung als Mittelstaat. Er errichtete Klöster wieder  und intensivierte den Bau von Schulen. Am stärksten im Gedächtnis blieb jedoch  Kunstpolitik Ludwig I. Mit Hilfe des vereinigte er Staats- und Kunstpolitik , indem der Staat die zeitgenössische Kunst, museale Sammlungspolitik und Denkmalschutz förderte.  Zu den Projekten Ludwigs I. gehörten nicht nur die stadtplanerische und architektonische Gestaltung  Münchens (Königsplatz, Ludwigstraße und Bavaria ), vielmehr initiierte er in Bayern und der Pfalz weitere Bauten wie die Walhalla, die Befreiungshalle und das  Pompejanum.

Der Todestag am 29. Februar wurde bereits mit einem Gedenkgottesdienst in St. Bonifaz begangen.

Hinweis: Da der Festakt in einer Kirche stattfindet, ist eine Fotoberichterstattung nur vor der Baslika möglich. Es werden keine Interviews gegeben.

 

Marcus Freiherr von Bechtolsheim

Ihre Ansprechpartnerin ist Frau Carmen Schramka

carmen.schramka@herzog-von-bayern.de